Robert Bradford – Recycled Toy Sculptures

© robert bradford

Müll muss getrennt und anschließend artgerecht entsorgt werden, sagt man. Der aus London stammende Robert Bradford scheint das ein wenig anders zu sehen, denn für ihn gibt es nichts Schöneres, als alte Sachen zu nehmen und daraus Skulpturen zu erschaffen.

Angefangen hat alles mit dem Unwillen, die abgelegten Spielsachen seiner Kinder und die damit verbundenen Erinnerungen dem Recycling und damit dem Vergessen anheim fallen zu lassen. Stattdessen fügt er sie wie Puzzelteile zu einem Bild zusammen, das beim Anblick der vielen verschiedenen Formen und Farben vor seinem geistigen Auge entsteht. Die fertigen Arbeiten, oft Hunde und andere Tiere, sind lebens- oder überlebensgroß und werden in Galerien und auf Messen von New York, über Amsterdam und London bis nach Bangkok ausgestellt. Die zwangsläufig häufig geäußerte Vermutung, Bradford würde mit seinen Skulpturen ein ökologisches Statement abgeben wollen, weist der für den Lebensunterhalt nebenbei als Psychotherapeut arbeitende Künstler jedoch von sich. Durch seine Arbeit, sagt er, hätte er den Wert persönlicher Erinnerungen und Geschichten schätzen gelernt. Die von ihm verwendeten Objekte haben all dies und verleihen den daraus entstehenden Kreationen eine emotionale Tiefe, die andere, für Skulpturen eher typische Materialien nicht besitzen.

Man kann nur hoffen, dass nicht irgendwann ein Kind sein Lieblingsspielzeug von früher in einer der Installationen entdeckt und darauf besteht, es wieder mitnehmen zu dürfen.

Die Glücklichen, die in der richtigen Zeit in Paris oder China sind, können sich die Skultpuren live vor Ort anschauen:

Am 17. März in der  Gallerie Envie d´arts in Paris  und von 1.Mai bis 31. Oktober auf der Shanghai Expo.

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